Deutschland wird Serbien mit einem 309-Millionen-Euro-Paket bei seinen Klimabemühungen unterstützen

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ENERGIEWIRTSCHAFT

Serbien und Deutschland haben eine Absichtserklärung über eine strategische Zusammenarbeit im Bereich des Klimawandels im Wert von 309 Mio. EUR unterzeichnet. Serbien wird laut der serbischen Ministerin für Europäische Integration, Jadranka Joksimovi, mit technischer und professioneller Hilfe aus Deutschland weiter an strategischen Papieren zu den Themen Dekarbonisierung, CO2-Emissionen und erneuerbare Energien arbeiten. Serbien werde auf der Grundlage der Erklärung eine institutionelle Architektur aufbauen, sagte sie und fügte hinzu, dass die Strategiepapiere von einem Arbeitsausschuss ausgearbeitet würden, dem auch deutsche Fachleute angehören würden.

Laut Joksimovi werden Teams aus allen serbischen Ministerien und Mitglieder der deutschen Delegation alle wichtigen Projekte überprüfen, um festzustellen, welche am meisten von deutscher finanzieller Unterstützung und Zuschüssen profitieren würden.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte die Unterzeichnung der Erklärung während ihres jüngsten Besuchs in Belgrad an. Die 309 Mio. EUR sollen in Form von Darlehen oder Zuschüssen bereitgestellt werden, was jedoch bei der Unterzeichnungszeremonie nicht erwähnt wurde.

Maria Flachsbarth, Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die den Vertrag im Namen der deutschen Regierung unterzeichnete, sagte, dass es sich bei den 309 Millionen Euro um ein einjähriges Paket handelt.

Joksimovi zufolge ist die Erklärung ein entscheidendes Dokument für den serbischen EU-Integrationsprozess, und sie hofft, dass das Land bald Cluster 4 seiner EU-Beitrittsgespräche eröffnen kann, das die Bereiche Energie, Verkehr, Umweltschutz, transeuropäische Netze und Digitalisierung umfasst.

Joksimovi erklärte, dass die Zusammenarbeit zwischen Serbien und Deutschland die Entschlossenheit beider Länder zeige, sich den globalen Klimabemühungen anzuschließen und gemeinsam an der Schaffung einer grünen, widerstandsfähigen und nachhaltigen Wirtschaft bis 2050 zu arbeiten, und wies darauf hin, dass Europa anstrebe, bis 2050 ein klimaneutraler Kontinent zu werden.

Serbien benötigt laut Brnabi allein für Abwasseraufbereitungsanlagen Investitionen in Höhe von insgesamt 6 Milliarden Euro.

Die obersten Prioritäten der serbischen Regierung sind laut Premierministerin Ana Brnabi die Verbesserung der Luftqualität, die Bewirtschaftung fester Abfälle und die Abwasserbehandlung.

Serbien müsse über 6 Milliarden Euro allein in Kläranlagen investieren, um die europäischen Anforderungen zu erfüllen.

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