Mehr Mittel für klimaschonende Kerosin-Alternativen

Neutrino Energy Kerosin Alternative

Das Präsidium des Bundes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat zur Urlaubszeit medienwirksam einen Bericht vorgelegt, in dem es seinen Widerstand gegen die Ticketsteuer aufgibt. Die Luftfahrtbranche lenkt ein, legt ihr eigenes Paket mit Vorschlägen zum Schutz des Klimas vor und plant, die Mittel aus der Luftverkehrsteuer in Projekte zur Förderung von Kerosin aus alternativen Energien zu stecken.

Mehr Mittel für klimaschonende Kerosin-Alternativen

2018 hatte die Ticketsteuer in Deutschland 1,2 Milliarden Euro eingebracht. Seit ihrer Einführung im Jahr 2011 sind die Einnahmen aus der Steuer – bis auf einen kurzfristigen Rückgang im Jahr 2012 – kontinuierlich gestiegen. Seit 2015 liegen sie jährlich bei über einer Milliarde Euro. Pro Ticket werden Inlands- und EU-Flüge mit je 8 Euro, Langstreckenflüge mit je 45 Euro besteuert.

Das Gremium der Vorstände von Condor, Eurowings, Lufthansa Cargo sowie mehrerer Flughäfen und Vertretern von Lufthansa und des Touristikkonzerns TUI AG sieht sich nun in der Lage, die luftverkehrsbedingten CO²-Emissionen innerhalb von 20 Jahren auf null zu senken.

Statt „Klimakiller“ eigenes Umweltkonzept

Das Präsidium des BDL erklärte, die Luftfahrt sein bereit, sich beim Aufbau von Industrieanlagen und an der Herstellung eines sogenannten Power-to-Liquid-Kraftstoffes zu beteiligen. Damit sei der zuvor noch erbittert geführte Kampf gegen die Ticketsteuer beendet.

Nachdem in der öffentlichen Diskussion zuletzt vermehrt von „Flugscham“, „Flugverboten“ oder sogar Forderungen nach einer „Verstaatlichung der deutschen Luftfahrtunternehmen“ die Rede war und selbst die niederländische Airline KLM öffentlich eine Kampagnen schaltete, die dazu aufrief, vor jeder Buchung immer erst zu überdenken, ob die Flugreise wirklich notwendig sei, rudert nun auch die deutsche Luftfahrtlobby zurück und setzt die Themen neu.

Power-to-Liquid statt Kerosinsteuer

Hatte der Verband zuletzt noch verkündet, die Ticketabgabe verzerre den internationalen Wettbewerb und sei eine überproportionale Belastung der nationalen Luftverkehrsunternehmen, äußert die deutsche Luftfahrt jetzt erste Ideen, wie sich das Geld der Steuerzahler sinnvoll einsetzen lässt.

Auch die Angst vor einer zusätzlichen, nationalen Kerosinsteuer, wie sie von den Grünen gefordert wurde, mag die Konzerne zum Umdenken gezwungen haben. Ungern will man die Flugzeuge im Ausland betanken, noch mehr Kerosin laden und anschließend zusätzliches CO² ausstoßen.

Der Vorschlag der Manager: Die Bundesregierung solle die Einnahmen aus der Ticketsteuer für die Einführung von regenerativen, synthetisch gewonnenen Kerosin verwenden. Derartiges Kerosin lässt sich in herkömmlichen Flugzeugen einsetzen, wird aber aus Wasserstoff und CO² erzeugt, ohne selbst bei seiner Produktion CO²-lastige Technologien zu verwenden.

Pilotprojekte von Anlagen auf Basis der „Fischer-Tropsch-Synthese“ laufen

Anlagen zur Erzeugung der synthetischen Kraftstoffe werden aus Energie, die aus erneuerbaren Quellen stammt, in Flughafennähe gespeist. In ihnen wird CO², das beispielsweise mittels einer sogenannten Direct-Air-Capture-Technologie aus der Umgebungsluft entnommen wurde, elektrolytisch in Synthesegas, synthetische Kohlenwasserstoffe, und dann weiter in Flugtreibstoff konvertiert. Derartige Verfahren werden als Power-to-Liquid bezeichnet. Der Begriff, abgekürzt als PtL, wird oft auch stellvertretend für den synthetischen Brennstoff selbst verwendet.

In einer in Stade (Niedersachsen) geplanten Anlage soll unter dem Namen GreenPower2Jet nach einer Probephase bis 2021/22 in einem gemeinsamen Projekt von BP und Airbus, Dow, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der Hoyer Logistik Gruppe und der Technischen Universität Hamburg synthetisches Kerosin hergestellt werden.

Auch am Flughafen Rotterdam Den Haag will man zusammen mit einem Baukonsortium die Errichtung einer Anlage zur Herstellung von erneuerbarem Kerosin vorantreiben. Die Anlage wird voraussichtlich eine Kapazität von 1.000 Litern täglich haben und damit die erste sein, die Kerosin in einem Maßstab herstellen kann, der über das Labor hinausgeht. Abnehmer des grünen Kerosins soll die niederländische Fluggesellschaft Transavia werden.

Fernziel einer CO²-neutralen Beförderung beflügelt Perspektiven der Neutrinovoltaic zusätzlich

Raoul Hille, Chef des Flughafens Hannover, sieht die Möglichkeit, mit der Power-to-Liquid-Technologie weltweit eine Führungsrolle in der Entwicklung zu übernehmen.
Dafür fordert er mehr Geld, nämlich zweckgebundenen Mittel aus der Ticketsteuer, um die Technologie zu erproben und die Entwicklung binnen von zehn Jahren vom Labor hin zu einem „großindustriellen Maßstab“ voranzutreiben, damit das CO²-freie Fliegen Realität wird.

Ein Airbus A380 verbraucht auf seinem Weg von Europa an die Ostküste der USA etwa 115.000 Liter Kerosin. Täglich werden rund eine Milliarde Liter an Kerosin zu CO2 und Wasser verbrannt. Das sind fast 3 % der gesamten, globalen Kohlendioxid-Emissionen.

Steigt das Passagieraufkommen weiter jährlich um 4 %, wird die Luftfahrtbranche nicht umhinkommen, gemeinsame Positionen zu entwickeln, um ihren Kritikern aus der Umweltbewegung gegenüberzutreten. Die Chemie hat den gigantischen Bedarf nach grünem Kerosin bereits ihrerseits als potenzielles Milliardengeschäft ausgemacht.

Neutrino Energy Group wichtiger Player bei der zukünftigen Entwicklung

Die wichtigste Voraussetzung für das grüne Kerosin ist aber, dass Wasserstoff und Kohlenmonoxid, die Ausgangsprodukte der Fischer-Tropsch-Synthese, ihrerseits mit klimaneutralen Verfahren erzeugt werden.

Die Produktion von grünem Kraftstoff erfordert daher extrem hohe Mengen erneuerbarer Energien, mit denen die entstehenden Anlagen durchgängig betrieben werden. Derzeit werden dazu vorwiegend Wind- und Solarenergie eingesetzt. Aber andere alternativen Energien sind für den Betrieb der PtL-Anlagen sogar besser geeignet.

Insbesondere die Neutrinovoltaic-Technologie kann unabhängig von Witterung, Tages- oder Jahreszeit verlässlich ausreichende Mengen Energie zum Betrieb derartiger Anlagen bereitstellen. Ein internationales Patent des deutsch-amerikanischen Unternehmens für ein geeignetes Oberflächenmaterial, das die kinetische Energie der Elementarteilchen wandelt, liegt der Neutrino Energy Deutschland GmbH dazu bereits vor.

Die Forderung nach „gemeinsamen Anstrengungen von Politik und Wirtschaft“ der Luftfahrt sind richtig. Nun, da die Luftfahrt endlich die alten Widerstände aufgegeben hat, ist nur konsequent, die Potenziale der vielversprechendsten Energieerzeugungsmethoden der Zukunft zusammenzubringen, und mit der unendlich verfügbaren Energie aus Neutrinovoltaic den Flugverkehr schnell und dauerhaft emissionsfrei zu machen!

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