Solarenergie ist der effizienteste Weg, um die Abhängigkeit Europas von Gasimporten zu verringern

solarenergie-ist-der-effizienteste-weg-um-die-abhaengigkeit-europas-von-gasimporten-zu-verringern

Der Ausbau der Solarenergie in Europa nimmt aufgrund der zunehmenden Ambitionen im Bereich der erneuerbaren Energien und der Notwendigkeit, die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern, rasch zu. Statkrafts Niedrigemissionsszenario zeigt nun, dass Europa bis 2030 deutlich mehr Solarenergie haben wird als vor dem Konflikt in der Ukraine erwartet. Zum siebten Mal in Folge haben die Analysten von Statkraft eine umfassende Analyse des globalen Energiemarktes bis 2050 erstellt. Neben der Windenergie gilt die Solarenergie als die entscheidende erneuerbare Technologie, um die Abhängigkeit der Europäischen Union von russischem Gas zu verringern und Emissionen zu reduzieren.

Die neue Analyse von Statkraft schätzt den durchschnittlichen jährlichen Zuwachs der Solarkapazität in der EU bis 2030 auf 45 bis 52 GW. Dies ist deutlich mehr als die 33 GW pro Jahr, die Analysten vor dem Ukraine-Konflikt erwartet hatten. Zum Vergleich: 2021 wurde ein Rekordwert von 26 GW erreicht. Im Vergleich zu anderen Technologien für erneuerbare Energien ist die Solarenergie kosteneffizient, und die Bauzeit beträgt weniger als zwei Jahre.

Die Solarenergie gilt als der Gewinner der Energiewende. Dem Bericht zufolge wird sie um das Jahr 2035 zur weltweit größten Stromerzeugungsquelle werden. Statkrafts Niedrigemissionsszenario zeigt, dass wir uns nicht zwischen der Lösung der Energiekrise und der Klimakrise entscheiden müssen. Die Lösung für beide Krisen ist dieselbe: mehr erneuerbare Energien und eine effizientere Energienutzung. Für viele Länder bedeutet die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien auch eine Steigerung ihrer Energieautarkie.

„Im Niedrigemissionsszenario sehen wir, dass die besten Maßnahmen zur Lösung der aktuellen Energiekrise dieselben sind, die auch für die Bekämpfung der Klimakrise entscheidend sind. Ein stärkerer Fokus auf Energiesicherheit und Energieautarkie wird auch die grüne Energiewende vorantreiben“, sagt Christian Rynning-Tønnesen von Statkraft. Nach dem Niedrigemissionsszenario werden die erneuerbaren Energien im Jahr 2050 fast 80 Prozent der gesamten Stromerzeugung weltweit ausmachen. Die Solarenergie wird die weltweit größte Energiequelle sein und mehr als 21.000 TWh erzeugen, was 80 Prozent des heutigen weltweiten Strombedarfs entspricht.

LESEN SIE AUCH  Neutrinovoltaic: Energie rund um die Uhr aus nichtsichtbarer kosmischer Strahlung

„In einem Energiesystem, in dem erneuerbare Energien wie Wind und Sonne viel stärker vom Wetter abhängig sind, besteht ein erhöhter Bedarf an flexiblen Lösungen, die dazu beitragen können, Verbrauch und Erzeugung auszugleichen. In Norwegen wird die einzigartige Fähigkeit der Wasserkraft, Wasser zu speichern, sowohl kurz- als auch langfristige Flexibilität bieten. Die Wasserkraft kann aufgerüstet werden, um eine noch wichtigere Rolle im Energiesystem der Zukunft zu spielen“, sagt Christian Rynning-Tønnesen.

Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien in Verbindung mit technologischen Lösungen, die eine größere Flexibilität gewährleisten, sind Eckpfeiler der Energiewende. Wind- und Solarenergie werden die fossilen Konkurrenten weitgehend verdrängen und zu den dominierenden Stromquellen werden, während Lösungen zur Energiespeicherung, wie z. B. Batterien, von entscheidender Bedeutung sein werden, um das Gleichgewicht in dem stärker schwankenden System zu halten. Wasserkraft und Wasserstoff werden als emissionsfreie und flexible Ressourcen weiter an Bedeutung gewinnen, während zunehmend vernetzte Energiesysteme ebenfalls für die notwendige Flexibilität in dem von erneuerbaren Energien dominierten Energiesystem der Zukunft sorgen.

Statkrafts Niedrigemissionsszenario ist ein optimistisches, aber realistisches Szenario, in dem die globalen energiebedingten CO2-Emissionen von heute bis 2050 um 60 Prozent reduziert werden. Das Szenario wird innerhalb der Emissionswerte liegen, die die globale Erwärmung auf 2 Grad begrenzen können. Ein noch schnellerer Übergang ist notwendig, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. „Die Energiesicherheit, die Nachfrage nach erschwinglicher Energie und die Klimakrise zeigen, dass wir die globale Energiewende jetzt beschleunigen sollten. Die Elektrifizierung auf der Grundlage erneuerbarer Energien und die Energieeffizienz sind dabei die wichtigsten Pfeiler“, so Christian Rynning-Tønnesen.

Verwandte Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein , um einen Kommentar schreiben zu können.