Ein großer Schritt für den Umweltschutz: Kurzzeitwärmespeicher für Neubrandenburg

Ein großer Schritt für den Umweltschutz: Kurzzeitwärmespeicher für Neubrandenburg

Im Zuge von verschiedenen Programmen für den Umweltschutz, lassen die Neubrandenburger Stadtwerke einen Kurzzeitwärmespeicher mit 23.000 Kubikmeter Fassungsvermögen erbauen. Das Projekt mit Kosten von über zehn Millionen Euro soll bereits in wenigen Monate fertiggestellt und 2020 in Betrieb genommen werden. Dabei nimmt der Kurzzeitwärmespeicher auch schon Gestalt an. Bereits diesen Mai wurde das Fundament gegossen. Auf diesem wird der rund 36 Meter hohe Speicher bis nächstes Jahr erbaut. Am Ende soll er 23.000 Kubikmeter, konkret: 23 Millionen Liter, Fernwärme Wasser speichern. Die Maximaltemperatur beträgt 99 Grad Celsius, wobei die letztendliche Speicherkapazität rund 700 Megawattstunden beträgt. Viele Zahlen, weswegen wir es anhand eines Beispiels noch verdeutlichen wollen: Der Fernwärmebedarf ganz Neubrandenburgs kann mit dem neuen Kurzzeitwärmespeicher an zwei Sommertagen komplett gedeckt werde.

In Zusammenarbeit: Gasheizkraftwerke Mecklenburg-Vorpommern

Die Funktion des Kurzzeitwärmespeichers wird direkt mit dem Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerks verbunden. Denn die überschüssige Wärme, welche dieses freigibt, soll von dem neuerbauten Speicher erfasst werden. Infolgedessen soll sie als Fernwärme für Heizung und Warmwasser in der ganzen Stadt agieren. Das Gasheizkraftwerk in Neubrandenburg ist jedoch nur das zweitgrößte in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Bei 90 Megawatt ist nur jenes Kraftwerk in Rostock größer.

Ziel: Kohlendioxid-Emission reduzieren

Der neue Kurzzeitwärmespeicher der Stadt soll also überschüssige Wärme optimal nutzen. Darüber hinaus ist ein weiteres Ziel dieses Projekts, die Senkung der Kohlendioxid-Emission. Denn die Neubrandenburger Stadtwerke beliefern rund 40.000 Haushalte mit Strom sowie 27.500 mit Fernwärme. Durch eine gesteigerte Effizienz des Gaskraftwerks, können wiederum die Nebenprodukte, also die überschüssige Wärme, sofort genutzt werden. Dadurch wird der Erdgasverbrauch gesenkt sowie die Kohlendioxid-Emission kurzfristig reduziert. Ein klarer Lichtblick für den Umweltschutz in Neubrandenburg.

Investition in die Zukunft

Wer in den Umweltschutz investiert, in testiert in eine bessere Zukunft. Dies wissen die Neubrandenburger Stadtwerke und investieren somit mehrere Millionen Euro in die ökologische Fernwärmeversorgung. Ganz 20 Millionen Euro flossen in die Erneuerung der beiden Gasturbinen. Weiteres Geld soll in Zukunft in den Umbau des Aquiferspeichers zu einer Geothermieanlage und für den Bau mehrerer Solarthermieanlagen investiert werden.

Zeitkapsel in Neubrandenburg

Zuzüglich zum Kurzzeitwärmespeicher lässt Neubrandenburg auch ein Pumpenhaus bauen. Dessen Fundamente wurden bereits gesetzt. Doch bevor es mit dem Bau weiterging, haben Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel, die Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Diana Kuhk und Ingo Meyer, Vorsitzender der Neubrandenburger Stadtwerke, am 19. August eine Zeitkapsel in das Fundament einlegen lassen. Diese beinhaltet die Baupläne für das Pumpenhaus, eine neue Ausgabe der regionalen Tageszeitung und ein Exemplar des Magazins der Neubrandenburger Stadtwerke.

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